Filme

El exilio de Gardel
1985. Dauer: 121 Minuten. Ein Film von Fernando Solanas. Mit:
Marie Laforêt, Miguel Angel Sola, Philippe Léotard, Georges Wilson,
Mariana Vlady u.a
Fernando Solanas entwarf mit «El Exilio de Gardel» einen Film der
Sehnsucht, des Tangos, der Liebe und des Heimwehs. Eine vom
Militärputsch 1976 ins Pariser Exil vertriebene argentinische
Tanzgruppe probt ein musikalisches Spektakel über den Tango ein.
Der Film ist ästhetisch eindrucksvoll, eindringlich und konsequent
durchgeformt und zeichnet sich durch seine musikalische Struktur
aus. Die Episoden werden von hervorragenden tänzerischen und
schauspielerischen Leistungen und von der meisterhaften
Tangomusik von Astor Piazzolla zusammengehalten. Wie kann man
mit seiner Heimat in Berührung kommen, ohne da zu sein, ist eine
der zentralen Fragen. Und eine unmissverständliche Antwort lautet:
Über die Kultur, über das, was uns verbindet und
zusammenschweisst, selbst über grosse Distanzen hinweg. Und so
ist dieser Film ein Augen- und ein Ohrenschmaus.

Club Silbando Samstag 25.07.09
Zeit: 18:45- 20:15 Uhr
Preis: CHF 10.-

The Tango Lesson
1997. Dauer: 100 Minuten. Ein Film von Sally Potter. Mit: Sally
Potter, Pablo Verón, Gustavo Naveira, Fabian Salas, Carlos Copello
u.a
Von den Bars und Bordellen der «barrios» von Buenos Aires begann
der Siegeszug des Tangos um die Welt, behaftet mit dem Signum
der Sinnlichkeit und Leidenschaft. In Paris verfällt auch die englische
Regisseurin Sally dem Tango – und einem argentinischen
Tangotänzer. Sie machen einen Pakt: Er soll ihr den Tango
beibringen, dafür macht sie ihn zu Filmstar. Die Tangostunden
entwickeln sich zur Metapher für den Kampf der Geschlechter, aber
auch für die Annäherung und Auseinandersetzung zweier Individuen
aus verschiedenen Kulturen. «Tango Lesson» wirkt passagenweise
semi-dokumentarisch, ist aber bis ins letzte Detail durchkomponiert.
Dennoch hat die fiktionale Wirklichkeit viel mit der gelebten Realität
zu tun: Sally Potter sammelte eigene Erfahrungen im Prozess des
Tangolernens, wie auch der berühmte Tangotänzer Pablo Verón, der
den Pablo spielt. Das Resultat ist ein sehr persönliches und
faszinierendes Werk mit berauschenden Bildern und fulminanter
Farbdramaturgie.

Club Silbando Sonntag 26.07.09
Zeit: 18:45- 20:15 Uhr
Preis: CHF 10.-



Tango Bar 2
1987. Dauer: 89 Minuten. Ein Film von Marcos Zurinaga. Mit: Raul
Julia, Valeria Lynch, Ruben Juarez u.a.
Nach über 10 Jahren Exil kehrt Antonio nach Buenos Aires zurück.
Dort will er seinen alten Freund Ricardo und seine Ex-Geliebte
Elena wieder sehen. In der «Tango Bar», wo das Trio früher eine
beliebte Show vorführte, soll die Zusammenkunft stattfinden. Vor der
Show in der Nacht des Zusammentreffens sind die Schauspieler mit
Nostalgie und Furcht erfüllt. Die Spannung, die vor 10 Jahren durch
Elenas Entscheidung ausgelöst wurde, ihren Liebhaber zu verlassen
und mit Ricardo in Argentinien zu bleiben, klingt immer noch nach.
Wird sie zu Antonio zurückkehren oder mit Ricardo zusammen
bleiben? Sehenswert wird der Film durch eine brillante
Choreographie sowie Ausschnitte aus alten Filmen, die die weltweite
Beliebtheit, aber auch die Wandlung dieses «erotischen Tanzes» in
zahmere Formen der Salon-Unterhaltung dokumentiert.

Meiers Theater Mittwoch 29.07.09
Zeit: 17:00- 18:30 Uhr
Preis: CHF 10.-


El Hombre de la Esquina Rosada
1962. Dauer: 70 Minuten. Ein Film von René Mugica. Mit: Francisco
Petrone, Susana Campos, Berta Ortega, M. Esther Podesta u.a.
Die Verfilmung der gleichnamigen Geschichte von Jorge Louis
Borges ist eine Perle im Kino-Programm und gilt als bester Streifen
zum Thema Tango. «Der Mann von der rosa Ecke» erzählt von den
wahren Helden der Vorstädte: Kreolische Gauchos, die durch die
Urbanisierung Ende des 19. Jahrhunderts an den Stadtrand der
Metropole gespült wurden und dort ihre Virilität über den Kult des
Mutes und der Messer ausleben. Eine prachtvolle Ballade mit zwei
Toten, Milongas, Huren und Grausamkeiten: der eine Tod bleibt im
Dunkeln.

Club Silbando Samstag 01.08.09
Zeit: 20:00- 21:15 Uhr
Preis: CHF 10.-